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        Schadstoffe: Asbest
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„Kein Baustoff hat soviel „Staub“ aufgewirbelt wie Asbest. Von der einstigen Wunderfaser mit den tausendfachen Verwendungs- und Einsatzmöglichkeiten ist die einst so hoch geschätzte Asbestfaser zu einem Reizwort höchster Sensibilität und Beunruhigung geworden.“
Asbest (griech.: asbestos = unauslöschbar/unvergänglich) ist ein natürliches, silikatisches Material das aus mikroskopisch kleinen Fasern besteht und vor allem in Kanada, Nordamerika sowie in Russland, China und Südafrika, hauptsächlich im Tagebau abgebaut wird.
Aufgrund seiner Zug- und Brandfestigkeit, Hitzeresistenz und der weitgehenden Beständigkeit gegen Chemikalien wurde Asbest in vielen Bereichen als Werkstoff, vor allem in den 60er und 70er Jahren in großem Umfang verwendet. Die häufigsten Asbestarten die verbaut wurden sind Chrysotil (Weißbest) und Krokydolith (Blauasbest).
Man unterscheidet:
festgebundene Asbestbaustoffe, wie z.B.:
  - Asbestzement-Platten
- Wellasbest-Platten
- Asbestzementrohre
schwachgebundene Asbestbaustoffe, wie z.B.:
  - Spritzasbest
- Asbestschnüre
- Füllmassen aus Asbest
- schwachgebundene Asbestmatten- und platten
Der Umgang mit asbesthaltigen Materialien bedarf der Sachkunde gem. TRGS 519, bei schwachgebundenen Materialien ist zusätzlich eine Zulassung nach § 39 Abs. 1 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) notwendig. Eine Überwachung der Arbeiten erfolgt durch die Behörden (Gerwerbeaufsicht, Amt für Arbeitsschutz usw.) sowie die zuständigen Berufsgenossenschaften.
Gesundheitsgefährdung:
In erster Linie wirkt Asbest gesundheitsschädigend durch das Einatmen von Asbestfasern. Die kritische Größe; Länge > 5 µm, Durchmesser < 3 µm, Länge: Durchmesser > 3 : 1.(lungengängig) ist hauptursächlich für die krebserzeugende Wirkung von Asbest und löst nachfolgende Krankheitsbilder aus:

Asbestose (Staublunge durch Asbestfeinstaub)
Mesotheliom (Tumor des Brust- und Bauchfells)
Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
Es wird von den Berufsgenossenschaften befürchtet dass aufgrund der langen Inkubationzeit (bis zu 25 Jahre) in den nächsten 20 Jahren die Zahl der Todesfälle durch Asbest rapide ansteigen wird.
Seit 1989 bestehen Richtlinien für die Bewertung und Sanierung schwach gebundener Asbesprodukte in Gebäuden, die in allen Bundesländern Anwendung finden. Zusätzlich bestehen eine Reihe von technischen Regeln für gefährliche Arbeitsstoffe und Gefahrstoffe (TRGS), Verordnungen und Vorschriften sowie Arbeitsanweisungen.
Aufgrund der Bewertungsliste ergibt sich die Dringlichkeit einer Sanierung bei schwachgebundenen Asbest in Gebäuden und man entscheidet dann zwischen betrieblichen und baulichen Maßnahmen:
Entfernen (Methode 1)
Beschichten (Methode 2)
Räumliche Trennung (Methode 3)
Nachweis: Inaugenscheinnahme, Material- und/oder Staubproben sowie Raumluftmessungen